Seenotfall: Einhandsegler bei Helgoland aus Lebensgefahr gerettet

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Sönke hat 100.000 Seemeilen Erfahrung im Kielwasser und von 2007 bis 2010 zusammen mit seiner Frau Judith die Welt umsegelt. Er veranstaltet diverse Seminare auf Bootsmessen (siehe unter Termine) und ist Autor der Bücher "Blauwassersegeln kompakt", "1200 Tage Samstag" und "Auszeit unter Segeln". Sönke ist zudem der Gründer von BLAUWASSER.DE und regelmäßig mit seiner Frau Judith und seinen Kindern auf der Gib'Sea 106 - HIPPOPOTAMUS - unterwegs.

Marineflieger und Seenotretter bei Wintersturm gemeinsam im Einsatz

Bei Sturm und Schneeschauern sind Marineflieger und Seenotretter am Mittwoch, 07. Januar 2026, einem norwegischen Segler in Seenot zu Hilfe gekommen. Der Mann war nach Schäden an seiner Yacht westlich von Helgoland in Lebensgefahr geraten. Im Einsatz waren der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ein Hubschrauber der Marine.

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE ist für die rauen Bedingungen der Nordsee konzipiert. ©Die Seenotretter

Der Seenotfall ereignete sich drei Seemeilen westlich von Helgoland

Gegen 13.45 Uhr meldete sich der Skipper bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Durch Motorprobleme und einen beschädigten Mast war seine rund neun Meter lange Yacht manövrierunfähig. Etwa drei Seemeilen westlich von Helgoland war er dem Sturm mit neun Beaufort und bis zu fünf Meter hohen Wellen ausgeliefert. Schnee- und Hagelschauer verringerten die Sicht zudem auf unter 150 Meter.

Das Seegebiet rund um Helgoland ist bei Sturm berüchtigt. ©Jearu/stock.adobe.com

Die Einsatzleiter in der Rettungsleitstelle See alarmierten sofort den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE, der umgehend auslief. Inzwischen war der Havarist weiter in Richtung Norden vertrieben. Trotz widrigster Sichtbedingungen fanden die Seenotretter die beschädigte Yacht bereits nach rund einer Stunde. Zufällig befand sich zu dieser Zeit im Seegebiet auch ein Marinehubschrauber auf einem Übungsflug. Dieser blieb vor Ort auf Stand-by.

Die Rettung des Seglers erfolgt per Helikopter, die Yacht wird aufgegeben

Per Leinenschussgerät wurde dem Skipper von der Besatzung der HERMANN MARWEDE mehrfach eine Wurfleine an Bord geschossen. Dem erschöpften Mann gelang es jedoch nicht mehr, die daran befestigte Schleppleine einzuholen. Die Marineflieger nahmen den Norweger schließlich per Seilwinde auf. Die Yacht wurde aufgegeben. Anschließend brachte der Hubschrauber den Segler sicher an Land. Eine erste medizinische Untersuchung durch den Rettungsdienst an Land ergab, dass der Mann die Notlage den Umständen entsprechend gut überstanden hatte. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung plant derzeit, die führerlose Yacht zu bergen.

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